Kapitelübersicht
Was man über Bowling wissen sollte
“How to Bowl” ist nicht für Leute gedacht, die
schon Bowling spielen können. Vielmehr möchte ich Aussenstehenden
und Interessierten einen kleinen Einblick in unsere Sportart geben.
Es ist mir z.B. unmöglich zu sagen, wie oft ich gefragt worden bin:
“Wie machst du das, dass die Kugel so einen Bogen macht?” Einem
richtigen Bowler brauch ich das nicht mehr zu erklären. Und den
anderen werde ich in Zukunft nur noch diese Webadresse geben.
Vielleicht möchte ich auch was für's Image machen. Denn die meisten
“Openbowler” gehen nur einmal im Monat bowlen, saufen sich dabei
die Hucke voll und glauben sie haben Bowling gespielt. Nein, nein,
nein, BOWLING SPIELEN bedeutet etwas anderes. Wer weiss schon, dass
eine normale standard Ausrüstung für den “kleinen” Ligaspieler um
die 500€ kostet. Wer weiss schon, dass es sich bei diesem
Sportgerät nicht um eine Kugel sondern um einen Ball handelt. Wer
weiss schon, dass dieser Ball dann auch noch einen Gewichtskern
hat. Mal ganz zu schweigen von den verschiedenen Balloberflächen
wie Polyester, Urethan, Reactiv oder Particle (auch als Proactive
bekannt) .
Das erklärt zwar immernoch nicht warum der Ball einen Bogen macht,
sind aber schonmal ein paar kleine Grundlagen. Um es ganz primitiv
zu erklären bietet sich der Vergleich mit Tischtennis an. Schneidet
man den Ball heftig seitlich an, springt der Tischtennisball in
eine andere Richtung, sobald er die Platte berührt. Gut, ein
Bowlingball ist ein klein wenig schwerer. Aber warum verspringt
dann der Ball nicht sofort, wenn er die Bahn berührt? Ganz einfach:
damit die Bahn nicht zu schwere Schäden nimmt, wird sie jeden Tag
mit einem leichten Ölfilm überzogen. Aber nicht über die ganze
Länge der Bahn, sondern nur etwa zwei Drittel weit. So rutscht also
der Ball rotierender Weise die Bahn runter und greift dann im
letzten Drittel.
Wie der Ball richtig rotiert und wie man es schaft, dass der Ball
so rotiert, erkläre ich später. Jetzt ersteinmal zur
Ausrüstung.
Die Ausrüstung
Bei der Ausrüstung unterscheidet man zwischen
notwendiger Hardware und nützlichen Hilfsmitteln, die das Spiel
noch weiter stabilisieren sollen.
Schuhe
Als erstes braucht man ordentliches Paar Bowlingschuhe. Die Schuhe
haben eine spezielle Sohle, damit man auf dem Anlauf nicht ins
Stolpern gerät. Unter dem vorderen Teil der Schuhe ist Leder zum
gleiten und unter Hacke eine harte Gummimischung zum bremsen.
Ball
Gut gewappnet für den Anlauf, braucht man dann nur noch einen
Bowlingball. Dabei gibt es für das Ergebnis entscheidende
Unterschiede. Dies ist zum einen die Oberfläche und zum anderen der
Kern eines Balles. Eine harte Polyesteroberfläche rutscht sehr
lange und ist gut für einen Spare. Die weichere Reactiveoberfläche
ist, dank der höheren Haftung am Ende der Bahn, optimal als
Strikeball. Der Kern hat die Aufgabe ein möglichst gutes Schwungrad
zu bilden. Einmal richtig am rotieren ist ein solcher Ball kaum
noch zu stoppen.
Handgelenkstütze
Die Handgelenkstütze bietet eine hervorragende Alternative um eine
stabile Ballabgabe spielen zu können. Sie wird i.d.R. aber nur von
Anfängern oder von Spielern verwendet, die Probleme mit ihrem
Handgelenk haben, da eine freie Bewegung der Hand durch die Stütze
beeinträchtigt wird. Es gibt verschiedene Arten von Stützen. Manche
stützen nur das Handgelenk, andere zusätzlich noch Zeigefinger oder
Mittel- und Ringfinder.
Grippball
Ähnlich wie das bekannte Talkumpuder, binden solche Säckchen den
Schweiss auf der Handfläche und sorgen für mehr Halt am Ball. Bei
einigen sind dem, in dem Sack befindlichen, Pulver noch
Zusatzstoffe beigefügt, die teileweise klebrige Eigenschaften
haben.
Handtuch
Um das teure Holz/Kunststoff zu schützen sind die Bahnen mit einem
Ölfilm überzogen. Vorne mehr hinten weniger. Das sog. Ölmuster ist
dafür verantwortlich, dass der Ball im vorderen Teil der Bahn noch
rutscht und dann im hinteren Teil rollt. Für einen gleichbleibenden
Balllauf ist es notwendig das Öl, welches sich auf den Ball
ansammelt, nach jeden Wurf abzuwischen.
Das Training
Wichtig ist es regelmäßig trainieren zu gehen. Anfangs vielleicht nur einmal die Woche an einem festen Tag. Später zweimal, aber an weit auseinander liegenden Tagen.
Es gibt generell zwei verschiedene Arten zu trainieren. Die erste, wohl auch die logischste, ist das Trainieren auf der Bahn. Die zweite das Trainieren auf dem Sportplatz, auf dem Fahrrad oder im Fitnessstudio. Dieser Teil des Trainings sollte man nicht ausser Acht lassen. Wer anfangs das Gefühl hat, zum Bowling spielen braucht man keine Kondition und es ist doch nur eine ruhige Kugel schieben, der irrt. Tuniere und Meisterschaften gehen fast immer über mehrere Tage. Meistens verbringt man an einem Wochende beide Tage komplett auf der Bowlingbahn, von morgens bis abends. Wer dann auch noch zum Ende des Wettkampfes seine Leistung halten will bzw. sogar steigern, braucht Kondition.
Trainieren auf der Bowlingbahn bedeutet aber nicht, dass man dauernd nur auf Ergebnis spielen soll. Das ist der am meist verbreiteste Irrtum unter unerfahrenen Bowlingspielern. Man hat absolut nichts davon, wenn man nur auf seiner Heimbahn über seine Lieblingslinie einen hohen Schnitt spielt. Man muss auch in der Lage sein, seine Linie zu wechseln und sich ein variables Spiel aufzubauen.
Das A und O des Bowlings ist aber immernoch das Räumspiel. Grade einzelne Pins können teuer werden, wenn man sie nicht räumen kann. Und da der 7er und der 10ner Pin am häufigsten alleine stehen bleiben, sollte man öfters mal eine runde Negativbowling spielen.
Negativbowling
Man spielt ein volles Spiel und versucht dabei so wenig wie möglich Pins zu treffen. Haha - einfach immer in den Gulli werfen - Nenene - für jeden Wurf ohne einen einzigen Pin getroffen zu haben, bekommt man 10 Punkte draufgerechnet. Also bietet es sich an, immer abwechselnd auf 7 und 10 zu spielen. Das sind die Pins links aussen und rechts aussen, die man versuchen muss einzeln aus dem vollem Bild zu picken. So ergibt sich ein perfektes Spiel von 20 Punkten. Aber ich kenne niemanden, der das mal geschafft hat. Unter 50 Punkten ist schon gut. Was man weiter beachten muss und was man tun kann, um eigene Fehler zu finden, könnt ihr bald hier nachlesen.
Das Timing
Stand
Das richtige Aufstellen ist der erste wichtige Punkt für den erfolgreichen Anlauf. Die Füsse nahe beieinander und leicht versetzt. Damit man weich loslaufen kann, ist es wichtig leicht in den Knien zu stehen und das rechte Bein vor dem Loslaufen zu entlasten, d.h. das Körpergewicht auf das linke Bein zu verlagern. Der Oberkörper ist Aufrecht bis leicht nach vorne gebeugt. Der Oberarm steht senkrecht zum Boden und liegt am Körper an. Der Unterarm senkrecht zum Oberarm.
Schritt 1
Der erste Schritt entscheidet nicht zu selten über Erfolg und Nichterfolg eines jeden Wurfes. Die so genannte Auftaktbewegung bildet, wie das Wort schon sagt, den "Auftakt" zum erfolgreichen Spiel. Wichtig es eine gute Vorbereitung (Stand) um kontrolliert und gleichmäßig in die Bewegung zu kommen. Dabei bewegt man Wurfarm und Bein völlig synchron zueinander nach vorne. Man lässt den Oberkörper nach vorne kippen und drückt dabei den Ball vom Körper weg (Push-away). Erst wenn der Arm völlig gestreckt ist, lässt man diesen nach unten fallen, um den Pendel einzuleiten. Dieser Zeitpunkt liegt genau mit dem Aufsetzen des ersten Schrittes zusammen. Aber hierzu muss ich noch eine kleine Anmerkung geben: Seit einigen Jahren wird eine etwas abgeänderte Form der Auftaktbewegung gelehrt. Sie besagt, dass man den Arm erst im Fall streckt. Der Ellenbogen also zum Zeitpunkt des ersten Schrittes noch leicht angewinkelt ist und sich erst nach dem ersten Schritt in der Abwärtsbewegung des Balles streckt. Was dazu führen soll, dass die Gelenke auf Dauer mehr geschont werden sollen. Bei den Pros der PBA finden sich für beide Auftaktbewegungen gute Beispiele. Chris Barnes und Doug Kent gehören z.B. zu dieser gerade beschriebenen Auftaktbewegung, während z.B. Parker Bohn III zu der oben beschriebenen Auftaktbewegung zählt. Für welche man sich nun entscheiden soll, liegt bei jedem Bowler selbst.
Schritt 2
Eigentlich ist es ab jetzt nur noch eine koordinations Frage. Linkes Bein nach vorne, rechten Arm nach hinten. Nun spürt man die Zentrifugalkraft in der ballführenden Schulter. Dieser Kraft muss man mit Körperspannung entgegen wirken und die Schulter stabil halten.
Schritt 3
Der dritte Schritt hat schon mehr Variationsmöglichkeiten. Jetzt kann man je nach Größe dieses Schrittes das Balltempo mit beeinflussen. Mit dem Aufsetzen des Fußes trifft man auch gleichzeitig den Pendelhöhepunkt des Balles hinter dem Rücken. Normalerweise verändert man das Balltempo nicht mit dieser Möglichkeit. Man muss schon ein gutes Gleichgewicht finden, um diesen Schritt konstant zu halten. Wie man richtig das Balltempo variiert, erkläre ich später. Beim dritten Schritt ist es noch von Vorteil, dass man i.d.F. den linken Arm, um das Gleichgewicht besser zu unterstützen, stramm vom Körper wegstreckt.
Schritt 4 - Endposition
Um ein präzises Spiel zu ermöglichen, ist ein fester und stabiler Stand während der Ballabgabe unerlässlich. Wichtige Punkte dafür sind: Gleitphase (d.h. mit der Fußspitze zuerst aufsetzen, dann mit Hacke, nicht andersherum, wie bei einem normalen Schritt) - tief im Knie stehen, um u. a. den Ball flach aufsetzen zu können. Für eine freie Ballabgabe muss auch der Oberkörper aufrecht gehalten werden. Nur dann kann man den Ball sauber von der Hand abrollen. Genaueres zur Ballabgabe auf der nächsten Seite.
Allgemeines
Ziel eines guten Anlaufes ist ein präzises Spiel. D.h. man muss in der Lage sein, mit einem guten Gleichgewicht, auf den Zentimeter genau, präzise anzulaufen. Das erreicht man am besten, indem man beim Aufstellen die Füße nahe beieinander stellt und dann beim anlaufen, wie ein Seiltänzer ein Fuß vor den Anderen setzt. Wie man sieht, ist auf den oberen Bildern kein Ball abgebildet. Das habe ich bewusst getan. Denn wer gut anlaufen will, muss auch in der Lage sein, dies ohne Ball zu machen. Das hilft sich das eigentliche Geschehen bewusst zu machen.
Die Ballabgabe
Die Ballabgabe
ist der definitiv schwierigste Teil des gesamten Bowlingspiels. Allerdings gibt es einfache und schwere Abgaben. Umso einfacher die Ballabgabe, desto niedriger die Rotationszahl auf dem Ball und um so höher die Präzision. Allerdings ist das Ergebnis im Schnitt niedriger, als z.B. bei der "Cranker" Ballabgabe. Zwar gibt es eine größere Differenz zwischen dem niedrigsten und dem hösten Spiel. Jedoch ist der Gesamtschnitt (erfolgreiches Training vorrausgestzt) bei einer komlizierteren Ballabgabe höher. Falls man das überhaupt verallgemeinern kann.
Stroker*
Bei der einfachsten Ballabgabe, meist Stroker (*eigentlich eine Bezeichnung für einen kompletten Bowlingstil) genannt, kommt es kaum zu schweren Belastungen im Handgelenk. Zudem kann diese auch ohne weiteres mit einer Handgelenkstütze spielen. Fängt man gerade erst mit dem Bowling an, sollte man sich diese Ballabgabe zu eigen machen. Sie ist nicht sonderlich kompliziert, bringt aber nur wenig Drehzahl auf den Ball. Da es aber am Anfang wichtiger ist, seine Präzision zu verbessern, sollte man vorerst von den extremen Ballabgaben etwas Abstand nehmen. Später kann man durchaus seine Ballabgabe noch verfeinern und auf mehr Drehzahl trimmen. Zudem fehlt Anfängern ganz einfach die Muskulatur.
Was muss man machen?
Die Hand schon beim Aufstellen gerade bis leicht seitlich unter Ball. Das Handgelenk ist gerade, das bedeutet, so gerade, dass man ein Brett auf dem Handrücken anlegen könnte. Da diese Stellung während des gesamten Ballpendels gehalten werden muss, lohnt sich für den einen oder anderen eine Handgelenkstütze. Während des Pendels ist ausserdem die Hand gerade hinter dem Ball, also mittig.
Der eigentliche Teil der Ballabgabe
Der Ball rollt quasi von der Hand. Da die Hand hinter dem Ball ist, löst sich der Daumen zuerst aus dem Ball, danach erst die Finger. So kann man den Ball mit den Fingern den nötigen Drall geben. Und zwar NUR MIT DEN FINGERN. Der Daumen spielt dabei nur eine fixierende und stabilisierende Rolle. Wenn man die Finger etwas seitlich am Ball hochzieht, bekommt der Ball eine schräge Rotation. Das führt zu mehr Bogen - bei gleicher Rotationszahl. Am besten nur soweit die Hand drehen, dass es so aussieht, als würde man der Bahn die Hand geben.
Geht das auch mit Hausbällen?
Nein, nicht wirklich. Die Bälle, die man auf den Bowlinghallen in den Regalen liegen, sind alle auf Convention gebohrt. Convention bedeutet, dass man die ersten beiden Glieder der Finger in den Ball steckt. Anders ist es bei der Bohrung auf Fingertip, dort wird nur das erste Glied der Finger in den Ball gesteckt. Daraus resultiert eine längere Distanz zwischen Daumen und Finger. Und so kann man noch nachdem der Daumen den Ball verlassen hat, lange mit den Fingern am Ball bleiben.
Wie schaffen es die Profis so heftig am Ball zu drehen, dass man glaubt, sie brennen eine Schneise in die Bahn?
Man mag es kaum glauben, wenn man sieht, wie manch einer trotz stark geölter Bahnen einen riesen Bogen werfen kann. Aber sooo schwer ist das garnicht. Jeder der eine Frisbeescheibe werfen kann, kann auch rein theoretisch einen Bowlingball so viel drehen lassen. Alles eine Frage der Technik. Natürlich werde ich auch diese Technik erklären. Aber leider noch nicht jetzt ... ein anderes mal ... versprochen ...
Die Biomechanik
Einführung in die Biomechanik
Pin's umwerfen ist für viele zwischenzeitlich nicht nur Freizeitgestaltung sondern auch Antrieb zum Leistungssport geworden. Wollen wir dieser Zielsetzung gerecht werden, müssen wir uns zwangsläufig mit den Gesetzen der Bewegungslehre auseinandersetzen und die dafür nötigen Grundlagen aufbauen. Unser Gesamtziel kann also zusammengefasst die sportliche Leistung sein. In diesem Lernprozess geht es nicht allein um die Höhe des momentanen Ergebnisses, sondern um das aneinanderfügen einzelner Bausteine, die zu einem komplexen Ergebnis führen. Wie überall im Spitzensport, und viele wollen diesen betreiben , sind noch weitere Willenseigenschaften eine unabdingbare Voraussetzung, nämlich: ·
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Motivation
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Ausdauer
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Auffassungsgabe
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Lernwille
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und eine sportliche Lebensführung.
Die Ausbildung vollzieht sich in verschiedenen Formen und mit verschiedenen Mitteln. Die Hauptform ist die körperliche Belastung beim Bowlingspiel im allgemeinem, darauf folgend seine spezifische Art, das heißt beim Training und bei Wettkämpfen.
Der einzuschlagende Weg beinhaltet 3 Ausbildungsabschnitte:
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Grundlagentraining bei Anfängern
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Aufbautraining bei Fortgeschrittenen
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Leistungstraining bei Spitzensportlern
Hierin spiegelt sich auch das "3D"-Programm unserer Int. Bowling Academie mit allen Inhaltsbereichen wieder: In der Sportart Bowling ist die theoretische Unterweisung besonders wichtig. Hier lernt man die Zusammenhänge von
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Technik
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Taktik
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Methodik
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Material
Noch vor nicht allzu langer Zeit ist die Erfahrung der Bowlingsportler der Theorie voraus geeilt. Heute ist diesbezüglich sicher ein Gleichstand hergestellt.
Die 3 bedeutenden Merkmale der Biomechanik für Bowler sind:
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die Gleichmäßigkeit der Schritte und des Pendels in Automation
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die Fähigkeit von erforderlichen Tempowechseln
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die verschiedenen Gewichte (Körper/Ball) ausbalanciert in Einklang zu bringen
Beim Bowling geht es vorrangig um qualitative Bewegungsmerkmale, welche in der Quantität positiv unterstützend sein können, sobald eine ausreichende allgemeine Fitness aufzuweisen ist. Merke: Nur ein gut austrainierter Körper ist in der Lage, dauerhaft und über längere Zeit hinweg, qualitative Bewegungen auszuführen und zu stabilisieren. Eine auf Biomechanik basierende Untersuchung zum Thema Sportbowling ist derzeit in Deutschland noch nicht vorhanden. Bob Sommerville, von der Int. Bowling Academie Las Vegas/USA befasst sich schon längere Zeit damit. In Zusammenarbeit mit Dr. Duane Knudson von der Bayior University, und Dr. Craig Morrisson von der Southern Utah University/USA ist man der bowlingspezifischen Biomechanik nachgegangen, wobei man festgestellt hat, dass die Bowling-Biomechanik als komplexe Bewegung folgende Schwerpunkte beinhaltet:
BEWEGUNG BALANCE RHYTHMUS
Schrittgrössen, Balance und Koordination werden wir in den monatlich folgenden Artikeln genauestens besprechen. Heute befassen wir uns mit den Knotenpunkten der Bowlingbewegung.
4-Schritt-Anlauf
Nach der Gewichtsverlagerung auf den linken Fuß (Rechtshänder), wird der erste Schritt mit dem rechten Bowlingfuß nach vorne bewegt und gleichzeitig die Kugel nach vorne gestoßen, jedoch nur soweit, dass eine etwa senkrechte Linie zwischen Ball und Fußspitze entsteht. Der Ball sollte keinesfalls weiter als 5-10 cm vor dem Bowlingfuß stehen, sonst gibt es bereits am Anfang Balanceprobleme. Der Bowlingarm sollte dabei nicht ganz, aber etwas über die Hälfte gestreckt sein. Der Unterarm bleibt gerade auf das Ziel gerichtet. Die Bewegung beim Vorwärtsstoß ist ein Bogen nach vorne/unten. Die nichtspielende Hand bleibt bei diesem Schritt in Kontakt mit dem Ball zur Unterstützung.
Beim zweiten Schritt wird der nichtspielende Fuß(links)nach vorne bewegt und die nichtspielende Hand von der Kugel weg ebenfalls leicht nach vorn gebracht. Während sich der Fuß weiter nach vorne bewegt, fällt die Kugel weiter abwärts in die Richtung Backswing. Zum Ende des zweiten Schrittes sollte die Kugel etwa seitlich vom Oberschenkel, also in Höhe der Hosentasche des Bowlingfußes (RH-rechts) sein. Beim dritten Schritt kommt der Bowlingfuß wieder nach vorne, der Ball befindet sich weiter im Backswing.
Beim dritten Schritt kommt der Bowlingfuß wieder nach vorne, der Ball befindet sich weiter im Backswing. Am Ende des dritten Schrittes sollte der Ball den höchsten Punkt im Backswing erreicht haben (max. Schulterhöhe). Das Timing kann bis zum 3.Schritt perfekt sein, jedoch zu früh oder zu spät werden, wenn die Höhe des Rückwärtspendels nicht stimmt.
Beim vierten Schritt wird der nichtspielende Fuß vorwärts bewegt und der Ball fällt dabei nach unten. Der nichtspielende Arm wird dabei in eine seitliche Position gebracht (Schulterhöhe). Am Ende des Schrittes sollte der Ball am tiefsten Punkt des Pendels sein, der nichtspielende Fuß befindet sich dabei bereits in Endposition. Ab dem tiefsten Punkt des Balles sollte die Abgabe mit mehr oder weniger Power unterstützt werden, je nach Erfordernis.
Beim 5 Schritte Anlauf setzen Sie nur den linken Fuß (Rechtshänder) als Vorbereitungsschritt an, alles weitere wie beim 4 Schritte Anlauf. Rückwärtspendel niedrigerer als normal führt zu zu frühem Timing: Ball geht links vorbei Rückwärtspendel höher als führt zu zu spätes Timing: Ball geht rechts vorbei Achtung: Verzögerung der Kugel während des Rückwärtspendels führt ebenfalls zu einem späten Timing. Bildmaterial: F. Borden
Biomechanische Anpassung - Einstellung auf das heutige Spiel
Bevor wir uns später mit den Zusammenhängen von Ball-Laufeigenschaften befassen, sollte unser körperliches Spiel in Ordnung sein. Ich sage es deshalb immer wieder:
Wer nicht in der Lage ist, seinen Zielpunkt möglichst oft und genau zu treffen, der kann auch keine Bahnen lesen. Dies gilt als Voraussetzung als für den Materialeinsatz.
Dass mit der Zeit eine trainerbegleitende Maßnahme erforderlich ist, versteht sich von selbst, denn in keiner Sportart ist Spitzenleistung ohne Trainer möglich. Wir müssen uns daran gewöhnen, ob wir wollen oder nicht,
Bowling-Leistungssport bzw. erfolgreicher Sport kann auch bei uns nicht mit dem Material erkauft werden.
Logischerweise würden sonst nur die gut betuchten hohe Ergebnisse erzielen. Der Trainer ist Beobachter und Analyst, auch der Einsatz einer Videokamera erfordert das Erkennen der Fehlerquellen und hier trennen sich gute Trainer von Handauflegern.
Doch jetzt zum Hauptthema:
1. Augenposition (damit meinen wir die Zielentfernung die Bahn vor)
a. Kurz
b. Medium
c. Lang
Anmerkung: Je weiter wir die Bahn hinunter, vor schauen, umso weniger Anfangsumdrehungen können wir entwickeln. Also, näheres Ziel (Pfeile oder sogar Punkte), umso mehr Umdrehungen sind durch kürzere Hebelkraft möglich. Für das Ziel in Richtung Pin Nr.10 für Rechtshänder oder Pin Nr.7 für Linkshänder ist es besser, wir strecken unseren Zielpunkt weiter nach vorne, weil denn der Hebel nicht so stark zum Einsatz kommt.
2. Ballhöhe bei der Aufstellung (Tempospiel)
a. Tief (in Oberschenkelhöhe)
b. Medium (in Hüfthöhe)
c. Hoch (in Brusthöhe)
Anmerkung: Je höher man den Ball bei der Aufstellung hält, umso höher wird das Anfangstempo des Balles (Achtung : die Füße werden langsamer). Dies ist bei trockenen Bahnen oder Spielern mit wenig Ballgeschwindigkeit zu bevorzugen. Je tiefer man den Ball in der Aufstellposition hält, umso langsamer wird das Balltempo (obwohl die Füße schneller worden). Bevorzugt bei öligen Bahnen einzusetzen, um schnell Grip zu bekommen.
3. Handgelenkspositionen
a. Handgelenk zum Körper oder weg vom Körper. Unterscheidung: stark (zum Körper geneigt), flach (gerade) oder relaxed (nach vorne/unten)
b. Handverstellung zur Seite (RH nach links innen/LH nach rechte innen), voll nach innen(RH n. links), medium / leicht nach innen, oder gerade.
Anmerkung:
zu a. Je mehr das Handgelenk zum Körper hin gekippt ist, umso mehr Umdrehungen sind möglich.
zu b. Je mehr die Hand nach innen geneigt ist (also RH nach links) umso mehr erhöht sich die anfängliche Achsenrotation/Neigung, also Seitenumdrehungen.
Das nächste mal sind die Bälle und ihre Reaktionen dran. Schaut wieder rein und denkt einmal über ein Bowlingseminar nach, denn
Was ist besser ????? Ein neues Sportgerät, oder das Wissen, wie man damit umgeht?
© Werner Gessner 1999-2003 - Der Inhalt ist urheberrechtlich geschützt!
Die Balance
Einer der wichtigsten Faktoren der körperlichen Bewegung beim Bowlingspiel ist die Balance. Um sie richtig einzuschätzen, stellen wir folgenden Vergleich an: Bei unseren Fachausdrücken kommt der Begriff CG vor (Center of Gravity), der gleichbedeutend ist mit Zentrum des Schwerpunktes - eines Gegenstandes, in diesem Fall eines Bowlingballes. Davon abgeleitet hat auch der menschliche Körper ein CG. Nach wissenschaftlicher Bestätigung befindet sich dieses im Bereich der Hüfte (Bild). Das Thema Balance beginnt bereits mit der Aufstellung des Bowlers. Eine 10-15 Grad- Neigung des Oberkörper nach vorne sollte eine 10-15 Grad-Neigung der Hüfte nach hinten als Gegenbalance entstehen lassen (als wenn man auf einer Stuhlkante sitzt). Dies bewirkt eine Konterbalance. Aus einer Aufstellung mit Ballhalte in Pendellinie (Schulter) und einem 90 Grad Winkel von Oberarm zu Ellenbogen und zum Unterarm beginnt der Start und Pushaway (nach vorne bringen des Balls) mit dem rechten (Rechtshänder RH) bzw. linken (Linkshänder LH) Fuß. Der sogenannte Vorbereitungsschritt für den 5-Schritte-Anlauf ist nicht mitgerechnet. Wichtig ist nun, dass beim Einsatz der Ball nur soweit nach vorne gebracht wird, dass er sich ca.5-6 cm vor der Einsatzschuhspitze befindet, somit bleibt dass Gewicht des Balles im Balancezentrum der Bewegung. Strecken wir beim Einsatz (Pushaway) den Arm mit dem Ball zu weit nach vorne, so wird auch der Oberkörper nach vorne/unten gezogen, da das Gewicht des Balls zum tragen kommt und unseren ganzen Oberkörper aus der Balance bringt. Dies behindert auch eine ausbalancierte und stabile Endhaltung. Das dabei die Zieltrefferquote enorm nach unten geht, versteht sich von selbst. Einer der wichtigen Punkte zum Erreichen einer positiven Balance ist der Einsatz des Nichtspielarms. Er sollte die ausgleichende Wirkung, wie bei der Balancestange eines Seiltänzers, darstellen. Ohne ausgestreckte Arme oder eine Stange würde ein Seiltänzer sicherlich die Balance verlieren und abstürzen. Diese Bewegungen eines Seiltänzers führen uns zu einem weiteren Balance- Thema, den Schritten. Zwei Gründe, warum wir einmal darauf achten sollten, das wir beim Anlauf die Füße nebeneinander setzen und vor dem Start den linken (RH), bzw. den rechten (LH) Fuß etwas nach vorne setzen sollten ( je nach Hüftbreite etwas mehr oder weniger). Grund1: Wenn wir bei der Aufstellposition den linken (RH) bzw. den rechten (LH) Fuß etwas nach vorne stellen (Oberkörper bleibt gerade), öffnet sich die Hüfte - je nach Erfordernis. Durch dieses Öffnen der Hüfte ist eine nähere Pendellinie am Körperzentrum Balancezentrum möglich und bringt uns daher auch mehr Zielgenauigkeit. Grund2: Die Füße bewegen sich in Folge dessen mehr im Ablauf Fuss vor Fuss (wie beim Seiltänzer), und damit wiederum näher am Balancezentrum Wenn uns nun aus dieser, von zwei US-Universitäten bestätigten Betrachtung einiges über die Wichtigkeit der Balance klar wird, so sollten wir daran gehen, es Punkt für Punkt zu versuchen. Denken Sie immer daran. Der Erfolgsweg läuft über: unbekannt - unbequem - schlechtes Gefühl zu ich weiß warum - wird schon bequemer - ein besseres Gefühl zu Automation. Nur etwas Geduld muss man haben! Auch wenn Du dich statt dessen für einen neuen Ball entscheidest - was irgendwann sicher auch wieder ein Thema ist - dein Bewegungsproblem bleibt. Anmerkung: Dies sind keine Tipps aus einem Bowlingkochbuch, das gibt es nämlich nicht. Es sollten Erklärungen für die Logik, untermauert durch wissenschaftliche Untersuchungen, sein. Noch etwas: Sollte jemand rückwärts anlaufen und dabei über 200 Pin Jahresschnitt spielen, so ist sein Spiel für ihn richtig., als wenn wir Fuß neben Fuß anlaufenDas Pendel
Koordination und Pendel
Die meisten Trainer denken, dass der Armswing einer der wichtigsten Elemente der Bowlingtechnik ist. Wir sagen, dass ein sogenanntes freies Pendel beim Gebrauch der neuesten Spieltechnik - die später erklärt wird - auch von herkömmlichen Irrtümern belastet ist. Der augenblickliche US Head Coach Palmer Fallgren hat verschiedene Artikel über den Armswing und dessen Richtung geschrieben. Viele Trainer, aber nicht alle, haben sich mit dem Thema stark auseinandergesetzt und auch darüber geschrieben, wie wichtig das Lernen des Pendelschwungs ist.
Was ist ein Pendelschwung?
Der Pendel einer Uhr zeigt es am besten. Es ist ein Gewicht am Seil (Arm), da frei schwingt, entlang einer identischen Bahn. Der Pendelschwung beim Bowling benützt ebenfalls Gewicht (Ball) und Impulse, die der selben Linie folgen. Es kann aber kein freies Pendel sein, wenn der Schwung rückwärts wie vorwärts nicht die gleiche Höhe hat.
Die Form des Schwungs
Zuerst die Ausrichtung. Man sollte aufrecht und gerade stehen, bevor man den ersten Schritt ausführt. Die Knie sollten nicht durchgedrückt (nicht Strammstehen wie beim Militär) aber auch nicht zu weit gebeugt sein. Bringe mit dem ersten Schritt den Ball (Pushaway) aus deiner Schulterlinie nach vorne, lasse ihn dann an der Seite deines Körpers ohne Muskeleinsatz schwingen. Lass deiner Hand die Möglichkeit dem Ball zu folgen, drücke oder ziehe ihn aber nicht und du hast den freien Pendelschwung. Der Ball beschreibt grob gesehen die Bahn eines Halbkreises. Ist dies so bei deinem Spiel ?? Lass uns dabei an eine U-FORM des Schwungs denken. Viele Bowler versuchen bei Training ihres Pendels eine UForm des Schwungs zu erreichen. Das heißt, sie drücken den Ball vom höchsten Punkt des Rückschwungs (Backswing) nach unten, damit sie zusätzlichen Schwung erzielen, um dann nach Erreichen des tiefsten Punktes ein starkes nach oben liften des Armes durchzuführen. Diese Spielart war in den 60ern und 70ern sehr populär und man sieht sie heute immer noch. Das Problem ist, das bei dieser Ausführung des Schwungs, runterdrücken vom höchsten Punkt zum heraufziehen aus dem niedrigsten Punkt eine V-FORM entsteht. Wir werden später noch darauf eingehen, denn es gibt einige, wenige Spieler, die mit diesem V-Stil tatsächlich hohe Ergebnisse erzielen. Es gibt nun eine dritte Schwungform, die mehr und mehr nicht nur beliebt wird, sondern auch auf Grund der neuesten Technologien und Oberflächen der Bälle absolute Vorteile bringt. Wir können hierbei den Lift bei den heutigen Bahnkonditionen nahezu vergessen. Selbst ein Profi wie Pete Weber sagt : Der Ball ist der Lift.
Dies bedeutet, dass das oft überstrapazierte Hochziehen der Hand (Lift) einem Vorwärtsfolgen in flacher Form (Loft) weichen sollte.
Kommen wir noch einmal auf den Pendelschwung zurück. Warum können wir eigentlich für unser modernes Spiel keinen exakten Pendelschwung gebrauchen? Bowler stehen mehr aufrecht und gleiten meist langsam die Bahn entlang nach vorne. Um beim Zustand des Schwungs ein sicheres Pendel zu haben, müsste man in einer exakten Ebene bleiben.
Palmer Fallgren meinte: Ich habe noch keinen Spieler gesehen, der dies kann, da die eingeschlagene Ebene der Abwärtsbewegung beim Pushaway sich bei der Abgabe verändert. Deshalb benützen alle Spieler, die ich sah eine Form von einem modifizierten Pendelschwung. Entweder flacher am Boden (Fischhakenform) oder vereinzelt auch die V-Form.
Die Fischhakenform
Zur Fischhakenform gibt es folgendes zu beschreiben. Dieser Schwungtyp führt im Zusammenhang mit der heutigen Balltechnologie zu den besten Ergebnissen, wenn man sie beherrscht. Sie ist nicht allzu schwierig. Man beginnt seinen Einsatz und sein Pendel individuell, so wie man es gewohnt ist, in einem Halbkreisbogen als Backswing. Die meisten Spieler, die die U-Form einsetzten, beschleunigen erst ab dem tiefsten Punkt, nämlich wenn der Ball neben dem Slidefuss (Gleitfuß) ist. Das Geheimnis des Fischhakenschwungs besteht aber darin, nicht erst, wie vorhin beschrieben, beim Einsatz des Slidefusses das Oberkörpergewicht auf diesen zu bringen, sondern während des Back- und Vorwärtsswings das Schwunggewicht auf beide Füße zu verteilen. Dadurch ist man in der Lage, einen verzögerten Armpendel (fast ein spätes Timing) zu realisieren, so das beim Einsatz zur Ballabgabe der Ball nicht am tiefsten Punkt ist, sondern diesen etwas später erreicht. Der Einsatz sollte also etwas vor dem tiefsten Punkt beginnen. Beispiel: (Patricia Schwarz Mannheim). Sehr hoher Backswing, daher Gleitfuss schneller als Swing, stehen des Slidefusses und dann flacher Folgeeinsatz nach vorne. Wichtig ist dabei nur noch der Fingereinsatz, nicht der Armlift. Wie gesagt, der Ball ist der Lift.
Die V-Form
Die V-FORM erfordert eine etwas spezielle Ausführung des Pendels und ist sehr schwierig. Wenn man bei der Ausführung etwas falsch macht, kann man den Wurf vergessen, denn es wird kein Fehler toleriert. Stroker und Tweener sind daher nicht sehr erfolgreich mit dieser Form. Auf der anderen Seite ist es das erfolgreiche Spiel der modernen Cranker. Cranker bekommen den Ball schneller zum höchsten Punkt des Backswings und üblicherweise auch höher als andere mit dem klassischen Stil. Wenn der Ball mit einem schnellen Pushaway startet, kommt er in einem steilen Winkel nach hinten und vor allem auch wieder mit einem steilen Winkel nach vorne auf den tiefsten Punkt of Relaxed. Wenn nun der Cranker, auch Power Bowler genannt, den Ball abgibt, sieht es aus, als ob das Handgelenk schnappt, als ob ein Ruck durch seinen Arm beim Folgen geht, und dies passiert auch. Dadurch, das seine Hand schon frühzeitig weit unter dem Ball ist, ist ein besonderer Fingereinsatz (Fingerzug) möglich (Beispiel : Michael Grabovac / München). Generell sollte man diese Spielart möglichst in jungen Jahren erlernen und über eine lange Zeit versuchen, diese zu perfektionieren und zwar in Verbindung mit einem ausgebildeten Trainer. Wer sie beherrscht, kann bei den heutigen Ölmustern und Materialien ein sehr hohes Scoring erreichen, aber diese Wurfart ist schwer zu kontrollieren und kann so manche Ungenauigkeit beinhalten.
